21 Jan. Lesung mit Musik // AnniKa von Trier // Brandenburger Brief
Leseperformance
Brandenburger Brief – Bettine von Arnim an Achim von Arnim
Die Autorin, Performancekünstlerin und Musikerin singt eigene Lieder zum Akkordeon und liest aus ihrem sprachspielerischen fiktiven Brandenburger Brief – Bettine von Arnim an Achim von Armin.
Der Brandenburger Brief ist ein literarisches Kunstprojekt, das die Topografie Brandenburgs in Sprache übersetzt und so ein poetisches Porträt der Region zeichnet. Ausgangspunkt ist ein fiktiver Brief von Bettine von Arnim an ihren Mann Achim, der aus 459 brandenburgischen Ortsnamen besteht. Diese werden zu einem eigenständigen Text verwoben, der zwischen Humor, Klangexperiment und kultureller Spurensuche changiert.
Eine höchst vergnügliche Reise durch ein sprachspielerisches Brandenburg!
„Die Begegnung mit dem Ort, seine Geschichte, die Auseinandersetzung mit den Persönlichkeiten, die Wiepersdorf verbunden waren, inspirierten Annika von Trier zu jenem Brandenburger Brief. Der ist vor allem deshalb so grandios – anders lässt es sich gar nicht kommentieren – weil sie sich nicht nur sehr geschickt anlehnt an die Briefwechsel Bettines mit ihrem Gatten Achim von Arnim, sondern vor allem, weil sie 459 Brandenburger Ortsnamen in den Text einflicht. Damit erzählt sie Begebenheiten und Gefühle. Das hat einen ungeheuren Witz und macht immer wieder aufs Neue Spaß: „Der Vogelsang hat mich im Morgenland geweckt, noch vor dem Hahnwerder Schrei. Seit Wochowsee ich Dich nicht und bin fast Ranzig vor Langewahl hier im Verlorenort im Finsterwalde zwischen Fichten, Birkenwerder und Eiche.“
In Pitschen-Pickel zwischen Dahme und Luckau gelegen, sei ihr die Idee zu dem Brief gekommen, schreibt Annika von Trier im Nachwort eines kleinen Büchleins, mit dem sie nun den Brief veröffentlichen konnte. Sie hat dafür auch originale Zitate aus Briefen Bettines verwendet und abgewandelt. ….“
Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ), Karen Grunow
Eintritt: 18 €
• Kartenvorbestellung telefonisch unter: 033082 40294
• oder per E-Mail: alexander.limberg1@gmail.com
veranstaltet von der Initiative Zernikow

Seit 1994 ist die Performancekünstlerin AnniKa von Trier international unterwegs mit Eigenproduktionen unter wechselnden Künstlernamen (u.a. als Palma Kunkel – Die singende Tellermiene), z.B. beim Adelaide-Cabaret-Festival in Australien, dem Deutschen Haus der New York University, dem Internationalen Akkordeonfestival Wien und quer durch die Theaterhäuser Deutschlands.
Ihre besondere Vorliebe gilt den Gärten und Sommerhäusern außergewöhnlicher Persönlichkeiten wie Hannah Höch, Albert Einstein, John Heartfield und Prinz Heinrich.
Nach ihrer Theaterzeit 1992-1994 als Dramaturgie- und Regieassistentin bei Frank Castorf, Christoph Marthaler, Christoph Schlingensief und Herbert Fritsch an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin veröffentlichte der Alexander Verlag 2015 ihr Tagebuch einer Hospitantin – Volksbühne Berlin 1992/93.
2017 erhielt sie den Deutsch-französischen Chansonpreis und ein Literaturstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf.
Ihr Hörspiel Wer WAGENITZ, der nichts gewinnt! über Bettine von Arnim, Jenny Marx und Hannah Höch (RBB 2019, Regie: Heike Tauch) war nominiert für den Deutschen Hörspielpreis der ARD.
2021 war sie Stadtschreiberin im Schloss Rheinsberg für das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum. Mit dem Brandenburger Brief – Bettine von Arnim an Achim von Arnim 1817 (AvT-Verlag 2020), der sich aus 459 Brandenburger Ortsnamen zusammensetzt, tourte sie von 2021-2024 durch arnimsche Gutshäuser in der Uckermark.
Seit 2016 spielt sie ihre Hommage an Hannah Höch #DIPTAM ‚DADA #DIGITALIS oder Ich will mein Löwenmäulchen nicht halten! im Garten der DADA-Künstlerin in Berlin-Heiligensee.
2025 erschien ihre O-Ton-Hörmontage Spurensuche Hannah Höch (Text, Musik & Regie) auf rbb radiodrei.
Foto Annika von Trier: Lukas Arnold
